Schweizer Hunderassen

Auf dem Boden der Schweiz sind die farbenprächtigsten Hunderassen entstanden, die es überhaupt gibt. Da sind die dreifarbigen Sennenhunde mit ihrer symmetrischen Zeichnung, die genetisch derart gefestigt ist, dass in den Würfen kaum mehr Welpen mit abweichender Zeichnung fallen.

Zum zweiten haben wir die nicht minder farbenfrohen Lauf- und Niederlaufhunde, die zudem durch ihre schön gemeisselten Köpfe, den feinen Behang und den edlen Körperbau bestechen.

Als eigentlicher Nationalhund gilt aber immer noch weitherum der St.Bernhardshund. Er ist durch das Rettungswerk der Hunde auf dem Grossen St.Bernhard berühmt geworden, sind doch im Laufe von etwa 250 Jahren an die 2000 Menschen von den Hunden aus Bergnot gerettet worden.

Über die Herkunft der Schweizer Hunderassen ist viel gerätselt worden. Hartnäckig gehalten hat sich bis auf den heutigen Tag die Theorie von der Abstammung der St.Bernhards- und Sennenhunde von den altrömischen Molossern. Warum man mit allen Mitteln die Molosser als Ahnherren unserer Hunde bemühen musste, ist nicht recht klar, kann diese Theorie doch weder durch osteologische noch bildliche Funde bewiesen werden. Sicher ist nur, dass diese Hunde als Rassen im heutigen Sinne bis zum Beginn der Reinzucht, das heisst für den Bernhardiner ab Mitte des 19. Jahrhunderts, für die Sennenhunde ab Beginn des letzten Jahrhunderts, nicht existierten.

Anders mag es sich bei den Laufhunden verhalten. Zur Feudalzeit war die Jagd Vorrecht des Adels und des Klerus. Hinter den Mauern der Burgen und Klöster wurden Meuten in scharfer Auslese auf Gebrauchstüchtigkeit und später auch auf edles Aussehen gezüchtet. Was am Ende des 19. Jahrhunderts noch an Laufhunden vorhanden war, waren Reste dieser ehemaligen Meuten.

Der jüngste Spross ist der Niederlaufhund. Er verdankt sein Entstehen der Wiedereinwanderung des Rehs in unser Land. Wollte man das Reh als Jagdwild erhalten, so war die Jagd mit dem Laufhund vorbei. Die Jäger jedoch wollten auf die laute Jagd mit den bunten Laufhunden nicht verzichten. Der einzige Ausweg, der sich anbot, war die Zucht eines kleinen Laufhundes.

 

01.03.2017 - Webmaster